Kaufpreis & Restwert · 42

Warum ist die Kaufpreisaufteilung zwischen Gebäude und Grund und Boden so wichtig?

Bei einem bebauten Grundstück wird der Gesamtkaufpreis grundsätzlich auf Grund und Boden sowie Gebäude aufgeteilt. Nur der Gebäudeanteil bildet regelmäßig die Bemessungsgrundlage für die Gebäude-AfA.

Fachlich geprüft von · Stand September 2026 · 8 Min. Lesezeit

1. Der Gebäudeanteil bestimmt die AfA-Basis

Grund und Boden unterliegt grundsätzlich keiner planmäßigen Abnutzung. Deshalb wird die Gebäude-AfA nicht aus dem gesamten Kaufpreis berechnet. Eine sachgerechte Aufteilung ist die Voraussetzung dafür, dass sowohl die AfA-Bemessungsgrundlage als auch eine darauf aufbauende RND-Betrachtung zutreffend eingeordnet werden können.

2. Der Vertrag ist wichtig, aber nicht allein entscheidend

Eine im Kaufvertrag vereinbarte Aufteilung kann bedeutsam sein, wird aber nicht zwingend ungeprüft übernommen, wenn sie die tatsächlichen Wertverhältnisse nicht widerspiegelt. Objektart, Lage, Marktdaten und die verwendete Bewertungsmethode können eine Rolle spielen. Die Werte müssen sich auf den Erwerbszeitpunkt beziehen.

3. Besondere Objekte brauchen besondere Sorgfalt

Bei Denkmalobjekten, gemischt genutzten Immobilien oder ungewöhnlichen Grundstücken können weitere Bewertungs- und Steuerfragen hinzukommen. Der BFH hat die Bedeutung einer nachvollziehbaren Aufteilung zuletzt erneut betont. Die AfA sollte erst nach einer belastbaren Wertebasis berechnet werden.

Einordnung: Dieser Beitrag erläutert fachliche und steuerliche Zusammenhänge allgemein. Er ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Die konkrete Anwendung sollte mit dem zuständigen Steuerberater geprüft werden.

Quellen und weiterführende Hinweise

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